Jetzt sitze ich schon wieder hier in einem schlecht geheizten Büro, friere und meine Laune nähert sich schon wieder dem Gefrierpunkt. Noch drei Stunden, dann darf ich mich auf den Weg zum Flughafen machen und wieder Richtung Heimat fliegen.

Micha hat versprochen etwas zu kochen, damit meine Laune besser wird. Ob das wohl ausreicht? Irgendwie muss ich tatsächlich Grinsen, wenn ich daran denke, dass ich heute Abend endlich jemand mit meiner Laune nerven kann ^^

Aber dieser Trip hatte doch auch etwas Gutes:

Ich habe entdeckt, dass man mit Office 2007 nicht nur Dokumente, sondern auch Blogeinträge schreiben kann

Ich habe eindeutig neu entdeckt wie toll funktionierende Heizungen und Duschen sind

Ich weiss jetzt mein Körnerkissen wieder viel mehr zu schätzen

… und ich hatte die Muße, zwei Bücher zu lesen, weil ich fernsehen in Hotels doof finde

Das erste Mal in meinem „Geschäftsleben“ habe ich eine Reise unternehmen müssen, bei der mir bereits vor Antritt klar war wie sie abläuft. Ich wurde bereits im Vorfeld von akuter Lustlosigkeit geplagt und habe viele Kleinigkeiten erahnt, die ich aber einfach ignoriert habe. Die innere Stimme zum Schweigen bringen, nennt man das. Hätte ich allerdings geahnt, dass ich mit all dem was ich befürchtet hatte, Recht hatte, ich wäre zuhause geblieben!

Nicht nur grauenhaftes Essen in England, nein, auch noch ein frisch renoviertes Zimmer das grauenhaft nach Farbe stank. Ok, die Dämpfe haben mich benebelt und somit wohl die Reise wenigstens minimal erträglich gestaltet, von den Dauerkopfschmerzen mal abgesehen. Obendrein noch stundenlange Fahrten auf dem Rücksitz, verbracht mit dem verzweifelten Versuch die Übelkeit zu unterdrücken die mich auf längeren Fahrten auf Rücksitzen immer überkommt. Und als Krönung, meinen Kollegen, der sich offenbar entschlossen hatte, mir keinesfalls ins Wort zu fallen und mir deshalb gleich die komplette Unterhaltung allein überließ. Ok, eigentlich sollte es eine Reise sein, auf der ER sich den Kunden und Agenten vorstellen kann, aber wie bekommt man jemand zum reden, der partout nicht will?

Nun denn, glücklich endlich England verlassen zu haben, kam ich dann in der Slowakei an. Hier war ich schon mal, hier kenne ich mich aus. Das Essen ist Klasse und supergünstig und das Hotel ist auch toll, na ja, eigentlich. Wenn da nur nicht die dusselige Heizung ausgefallen wäre und es in der Nach angefangen hätte zu schneien wie doof. Zusätzlich gab es kein warmes Wasser, also war duschen eher nicht möglich. Gut, was solls, ich hab ja den ganzen Tag Zeit mich aufzuwärmen. Bei unserem Kunden, bei der Maschinenabnahme, die ja mein Kollege machen sollte/wollte. Wieder ging meine Welt ein Stückchen weiter unter. Es war kalt im Büro des Kunden, zog an allen Ecken und Enden und unser Gesprächspartner hatte aufgrund der Wetterverhältnisse, leider ein Problem mit seinem Zeitmanagement und deshalb saß ich auch um 18.00 Uhr noch mit eiskalten Füßen und laufender Nase, zu Tode gelangweilt, im Büro rum. Man könnte meinen, eine tolle Gelegenheit, den neuen Kollegen besser kennen zu lernen und mit ihm Fragen zur Marktsituation und ähnlichem zu erläutern. Aber nein, wieder weit gefehlt, denn wie bekommt man jemand zum reden, der partout nicht will (ach ja, den Satz hatte ich schon mal).

Obendrein habe ich mir eine Erkältung eingefangen und fliege erst morgen wieder zurück.

Fazit: 

Ich bin krank, mir ist kalt und ich habe Scheiße-schlechte-Laune und was viel schlimmer ist, hier ist niemand an dem ich sie auslassen kann, außer an Dir, meinem liebem Blog ;-)

Nächste Woche darf ich geschäftlich nach UK und in die Slovakei. Wobei dürfen das Ganze nicht 100% trifft. Im Endeffekt ist das eine Reise, völlig ohne Sinn und Verstand. Just to get an impression of the current market situation in UK! Das soll er bekommen, mein neuer Kollege aus Japan. Ok, die Situation dort ist wesentlich komplizierter als er denkt, aber dazu bin ja schliesslich ich da. Bin ich? Will ich aber nicht sein *seufz*

Was tu ich? Händchen halten und versuchen, das Schlimmste zu verhindern und Fettnäpfchen ausser Reichweite zu stellen.

Aber das ist alles nicht schlimm, schlimm ist, dass ich da essen muss und englisches Essen so üüüüüüüüüüüüüüüüüüberhaupt nicht mag ^^

Ok, es ist mir immer noch lieber als Sushi, aber nicht viel.

Mein Highlight wird dann das Essen in der Slovakei sein. Die haben so eine herrlich reichhaltige und fettige Küche, einfach lecker *gg*  Außerdem hat unser Kunde da auch noch ein eigenes Weingut, klein aber fein.

Fazit: Wird eine anstrengende Woche mit der Aussicht auf gutes Essen ab Donnerstag.

Das Schöne daran ist, man lernt eindeutig sein Zuhause noch mehr zu schätzen und wenn ich ganz lieb bin, vielleicht wartet dann nicht nur Micha auf mich, sondern auch noch ein leckeres, selbstgekochtes Essen. Muss ich ja zugeben, er kocht fast so gut wie ich ;-) )

Versandkosten Gratis!

So stand es gestern auf meinem neuen Neckermann Prospekt. Und seitdem lässt es mir auch keine Ruhe mehr.  Also ich meine, Kosten gratis? Warum bekomme ich Kosten gratis???  Heisst das etwa, dass ich bisher immer für meine Versandkosten bezahlen musste? Ja, für den Versand die Kosten, die habe ich bezahlt, aber Kosten für die Kosten? Also, die Versandkosten für den kostenpflichtigen Versand oder kostenfreie Kosten der Kosten des Versands, ich bin verwirrt o.O

… und da ich grad dabei bin: Lieber Anrufer, leider sprechen alle unsere Mitarbeiter! Sie werden schnellst möglich verbunden.

Öhm, hallo? Ich meine, wenn die nicht sprechen würden, wo genau liegt dann der Sinn meines Anrufs? Bildtelefon oder schreiben die mir dann zurück?

Ich würde sagen, diese Formulierungen sind doch ein klein wenig unglücklich gewählt, oder habe ich einen Denkfehler?

Apropos Denkfehler, hier liegt eher ein Suchfehler vor, aber ich fands nett ^^

Schon ein komisches Gefühl, was mich da beschlichen hat als ich die Nachricht heute morgen gehört habe. AOL Deutschland wird aufgelöst.

Immerhin hat AOL einen Teil meines Lebens mitgeprägt, war Ventil, Flucht und Zuflucht gleichzeitig. Auch wenn für mich persönlich AOL schon lange vorbei ist, so verdanke ich dieser Zeit dennoch viel.

Sei es Micha den ich über AOL kennen gelernt habe und mit dem ich mittlerweile mehr teile als nur die Leidenschaft für AOL. Oder Menschen, die ich nicht mehr missen möchte wie Opa und Tina, die mir wichtige Freunde geworden sind. Oder Will, dessen tiefschwarzen Humor ich sehr schätze und mit dem ich so manche Diskussion führen durfte. Oder Dru, die so unglaublich “erwachsen” geworden ist ;-) . Und, ja, Buzzi, ich seh uns beide immer noch Sylvester vor der Terassentür sitzen und die Flasche Limes verteidigen.

Dabei fällt mir auf wie gerne ich Euch alle mal wieder sehen würde!

Und selbst die, mit denen ich heute keinen Kontakt mehr habe oder haben will, alle haben ihren Teil dazu beigetragen, die Zeit bei AOL unvergesslich zu machen.

Schön war´s!

Da ich grad dabei bin, gibt es heute sogar zwei neue Artikel.

Hier möchte ich eigentlich mal anreißen, was mir in unserer Welt derzeit so unverständlich erscheint.

Ich habe tatsächlich Probleme Verständnis dafür aufzubringen, warum ich immer in aller Welt Tieren und Kindern helfen soll, wenn doch hier in Deutschland direkt vor unserer Nase soviel Not bei Kindern herrscht.

Nicht falsch verstehen, auch ich habe wahnsinniges Mitleid mit Kindern in Afrika, Indien oder sonstwo. Und zu gerne würde ich überall helfen und dafür sorgen dass alles gut ist. Geht aber nicht. Wenn ich dann die Wahl habe einem Kind hier vor meiner Haustür zu helfen oder aber in einem fernen Land, liegt für mich die Priorität ganz eindeutig hier.

Viel wichtiger noch, ich bin sogar der Meinung, dass es toll ist wenn wir Geld spenden für andere Länder/Kinder/Tiere, aber noch wichtiger sollte mir mein eigenes Kind sein.

Ich meine damit, dass wir vielleicht zuallererst anfangen sollten, zu überlegen was passiert eigentlich hier bei mir zuhause. Wo kann ich für meine Kinder etwas tun? Sicher nicht mehr Geld reinstopfen, aber eventuell etwas mehr Zeit, Geduld oder Liebe? Nicht die Kinder vor den Fernseher oder PC abschieben sondern mal etwas zusammen unternehmen?

Was hilft es, wenn ich Geld spende, aber mein eigenes Kind emotional verwahrlost ist weil ich eben nicht bereit bin, mehr als Geld zu investieren? Ich kann mich für meinen Teil nicht von der Verantwortung für meine Kinder frei kaufen indem ich für andere spende. Auch mein Gewissen beruhigt dies nicht. Aber es beruhigt mein Gewissen wenn ich die wenige Zeit die ich mit meinen Kindern habe, mit Ihnen teile. Und damit meine ich gemeinsam Dinge tun oder auch einfach nur mal zuhören, da sein wenn ich gebraucht werde. Liebe geben und das Gefühl vermitteln, geliebt zu werden.

Danach, also nach meinen eigenen Kindern, mache ich mir zuerst Gedanken um die Kinder hier im Land. Es gibt hier in Deutschland viele schlimme Schicksale wo meine Hilfe tatsächlich angebracht ist und auch dringend gebraucht wird. Mir fällt an dieser Stelle spontan etwas ein, was ich für unsere Region toll finde:

http://www.lichtblicke.de/

Wenn jeder versuchen würde seine eigene Welt und Umwelt ein Stückchen besser zu machen, dann wären wir schon einen Riesenschritt weiter. Ich muss selber zugeben, dass nichts schwerer ist als Fehler bei sich selbst zu suchen und zuzugeben, aber wenn wir nicht mal das schaffen, mit welchem Recht zeigen wir dann auf die Fehler Anderer? Oder aber: Können wir uns wirklich durch Dinge, die weit weg sind, von Dingen befreien, die direkt vor unserer Tür sind?

Man mag mich jetzt für engstirnig halten, aber für mich fängt eine bessere Welt bei mir selber an, nicht erst bei meinem Nachbarn.

… und ich bin noch kein Stückchen weiser!

Dank Dru’s Kommentar hat mein schlechtes Gewissen heute über meine Faulheit gesiegt und ich habe mich entschlossen, mal wieder ein Lebenszeichen von mir zu geben.

Weihnachten haben wir ganz ruhig und besinnlich mit unseren drei Kindern gefeiert und mir ist wieder einmal mehr bewusst geworden, dass Weihnachten auch tatsächlich schön und besinnlich sein kann. Am 27. haben wir dann alle zusammen die Übungsparty von unserer Tanzschule besucht und man mag es nicht glauben, Sebastian und Kyra sind absolut tanzbegeistert! Sogar Celine hat Spaß am Tanzen gefunden. Vielleicht werden alle drei noch zu richtigen Tanzbären ;-)

Sylvester war dann schon etwas lebhafter *gg* Dank flatternder Hühner in Opas Wohnzimmer, einem kranken Micha und ganz viel Feuerwerk von Thorte, konnte man wirklich nicht von Langeweile reden. Im Gegenteil, wir hatten richtig Spaß. Na ja, Micha vielleicht etwas weniger, aber im Endeffekt hat der Spaß über die Erkältung gesiegt und auch er flatterte munter im Wohnzimmer herum. Um Mitternacht hatten wir dann, zum ersten Mal seit langem und auch nur Dank Thortes Ehrgeiz, Feuerwerk! Ob ich jetzt begeistert war kann ich so nicht genau sagen. Es war kalt, ich hatte Eierpunsch getrunken und schon das alleine waren genug Gründe es ganz hübsch zu finden. Hauptsache ich durfte wieder ins warme Wohnzimmer und zurück zu meinem Punsch! Alles in Allem hatten wir einen gemütlichen, lustigen und sättigenden Abend. An dieser Stelle noch mal dickes Danke an Tina für die ganze Mühe die sie sich gemacht hat. Es war superlecker!

Ok, jetzt habe ich das alte Jahr abgehandelt, auf ins Neue und zu den dazugehörigen guten Vorsätzen. Eigentlich hatte ich in den ganzen letzten Jahren meist nur einen Vorsatz, das Rauchen aufzugeben. Das haben wir ja nun geschafft. Seit letztem Februar sind Micha und ich rauchfrei! Und ja, es war leichter als erwartet. Rückfälle gab es nicht und vermissen tun wir auch nichts. Im Gegenteil! Wir haben etwas dazu bekommen und das führt mich zu meinem Vorsatz für dieses Jahr. Ich möchte ein Teil dessen wieder loswerden, bzw nicht noch mehr dazu bekommen. Ach ja, ich rede von dem ein oder anderen Pfund auf der Hüfte. Noch ist es nicht dramatisch, aber das soll’s ja auch nicht werden ;-)

Für den Anfang haben wir uns entschlossen noch ein wenig mehr zu tanzen. Das bedeutet für uns, nicht nur Donnerstags in unseren normalen Kurs (wir sind schon bei Gold 2) sondern auch noch Sonntags sowohl zum Disco-Fox Kurs als auch zur Übungsparty und dort trainieren. Ja! Tanzen kann auch anstrengend sein ^^

Da fällt mir ein, ich habe mich zu einem ziemlich dämlichen Versprechen hinreißen lassen ^^  Wenn Micha den Disco-Fox Kurs mit mir durchzieht, werde ich danach mit ihm einen Hip-Hop-Tanzkurs für über 30jährige mitmachen o.O Ich und Hip-Hop, das kann lustig werden aber versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen ^^

Ach ja, das bringt mich zu einem weiteren guten Vorsatz. Ich möchte nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Von daher kommt an dieser Stelle kein Versprechen wie oft ich hier schreibe, aber immerhin das Versprechen, daß ich überhaupt schreibe ^^

… ist man in Österreich und

…..

Charmant ausgedrückt ;-)

… so charmant wird es ignoriert *gg* Man beachte das nette Häufchen unten rechts ;-)

ALIM0525

Ausblick aus der Dusche

Ausblick aus der Dusche

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Hier sieht man die Aussicht, die ich während dem Duschen in meinem Hotel geniessen durfte. Irgendwie ist es schon ein tolles Gefühl, wenn man unter der Dusche steht und dabei auf Tokyo runterschauen kann. Denselben Blick hat man übrigens auch von der Toilette aus ^^

… und mein Lieblingsbild:

TeezeremonieTsuruga-jo Castle

TeezeremonieTsuruga-jo Castle

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Hier waren wir bei einer Teezeremonie im Garten eines beeindruckenden Schlosses

Auch wenn ich nicht der Typ bin, der besonders spirituell oder esoterisch veranlagt ist, dieser Ort hier hatte eine unglaubliche Aura. Es ist schwer zu beschreiben, aber man hat hier ein Gefühl von tiefer Ruhe, Zufriedenheit und Gelassenheit spüren können. Der Geruch nach Kräutern hing in der Luft, ausser ein paar Grillen war nichts zu hören und man war plötzlich ganz weit weg vom Alltag.  Irgendwie hatte man das Gefühl in einer anderen Welt gelandet zu sein. Weitab von allem, aber ganz nah bei sich selbst. Klingt komisch? Ich weiss, war aber so ;-)

Sobald ich es geschafft habe mich mit den Möglichkeiten eines Online-Albums vertraut zu machen folgen weitere Bilder…

Ich bin mit Sicherheit in keinster Weise Selbstmordgefährdet! Dies nur mal vorab.

Allerdings ist das Thema Harakiri durchaus hochinteressant da es einer gewissen Dramatik nicht entbehrt.

Warum bringt man sich normalerweise in eurpäischen Gefilden um? Weil man keine Lösung für seine Probleme sieht, weil man depressiv ist, aus Verzweiflung oder als Hilfeschrei.  Es mag sicher noch mehr Gründe geben, aber keiner davon würde für Harakiri akzeptiert werden.

Harakiri ist die japanische Art des Selbstmords. Allerdings nicht des banalen Selbstmordes sondern ein “ehrenhafter” Abschied aus dem Leben. An diesem Punkt möchte ich noch erwähnen, dass Harakiri offiziell in Japan seit 1868 verboten ist und eigentlich Seppuku heisst.

Seppuku ist die rituelle Art der Selbsttötung von Männern. Vor allem gebräuchlich unter den Samurai.

So, warum finde ich das so interessant? Ganz einfach, es gab zum Beispiel einen Vorfall bei dem ein Anführer der Samurai zum Seppuku verurteilt wurde und seine ganzen Untergebenen (59 an der Zahl) folgten ihm freiwillig auf demselben Weg.

Was mich fasziniert ist einfach die Tatsache wie sehr man an etwas glauben muss, um dafür einen solch rituellen Weg zu gehen. Es ist ja nicht mal so, dass Seppuku eine einfache Art des Suizids wäre. Ich stelle mir das ganze sehr unangenehm und schmerzhaft vor. Ausserdem gab es seinerzeit auch noch Adjudanten (das waren dann wohl die besten Freunde des Selbstmörders), die, sozusagen als Abschluss, dann dem armen Kerl den Kopf abhauen durften. Das war eine Auszeichnung höchster Ehre wenn man dazu auserwählt wurde. Für mich als Europäerin klingt das alles sehr, sehr eigenartig. Und eben auf diese eigenartige Weise auch faszinierend.

Japan hat immer noch eine etwas höhere Selbstmordrate als andere Länder. Angeführt wird die Statistik von Männern über 50 die ihren Job aufgeben mussten. Auch wenn der traditionelle Seppuku heute verboten ist, die Ehre ist auch heute noch wichtig in Japan. Den Job zu verlieren ist wohl immer noch eine “Schande”

Wie mein Chef mir erzählte, ist dieses Ehre/Verantwortungsgefühl heute einer der Gründe für viele sinnfreie Arbeitsplätze. Man stelle sich ein RIESENPARKHAUS vor. In diesem Parkhaus sind vielleicht 100 Autos, verteilt auf ca 10 Etagen. Aaaaaber an jeder Ecke des Fahrwegs steht ein älterer Herr mit weissen Handschuhen um zu verhindern, dass man auf den falschen freien Parkplatz fährt ^^ In westlichen Gefilden gäbe es diese Herren schon lange nicht mehr, in Japan wird man sie wohl noch für einige Zeit sehen. Jedenfalls solange bis die Herren eines natürlichen Todes sterben.

… und zum Abschluß noch eine kleine Info:

“Das bisher letzte offiziell bekannt gewordene, rituelle Seppuku wurde von dem japanischen Schriftsteller Yukio Mishima ausgeführt. Am 25. November 1970 beging er in Tokio im Beisein von Journalisten ein angekündigtes Seppuku und wurde von einem Freund enthauptet.”

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen fröhlichen Tag ;-)

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