Da ich grad dabei bin, gibt es heute sogar zwei neue Artikel.
Hier möchte ich eigentlich mal anreißen, was mir in unserer Welt derzeit so unverständlich erscheint.
Ich habe tatsächlich Probleme Verständnis dafür aufzubringen, warum ich immer in aller Welt Tieren und Kindern helfen soll, wenn doch hier in Deutschland direkt vor unserer Nase soviel Not bei Kindern herrscht.
Nicht falsch verstehen, auch ich habe wahnsinniges Mitleid mit Kindern in Afrika, Indien oder sonstwo. Und zu gerne würde ich überall helfen und dafür sorgen dass alles gut ist. Geht aber nicht. Wenn ich dann die Wahl habe einem Kind hier vor meiner Haustür zu helfen oder aber in einem fernen Land, liegt für mich die Priorität ganz eindeutig hier.
Viel wichtiger noch, ich bin sogar der Meinung, dass es toll ist wenn wir Geld spenden für andere Länder/Kinder/Tiere, aber noch wichtiger sollte mir mein eigenes Kind sein.
Ich meine damit, dass wir vielleicht zuallererst anfangen sollten, zu überlegen was passiert eigentlich hier bei mir zuhause. Wo kann ich für meine Kinder etwas tun? Sicher nicht mehr Geld reinstopfen, aber eventuell etwas mehr Zeit, Geduld oder Liebe? Nicht die Kinder vor den Fernseher oder PC abschieben sondern mal etwas zusammen unternehmen?
Was hilft es, wenn ich Geld spende, aber mein eigenes Kind emotional verwahrlost ist weil ich eben nicht bereit bin, mehr als Geld zu investieren? Ich kann mich für meinen Teil nicht von der Verantwortung für meine Kinder frei kaufen indem ich für andere spende. Auch mein Gewissen beruhigt dies nicht. Aber es beruhigt mein Gewissen wenn ich die wenige Zeit die ich mit meinen Kindern habe, mit Ihnen teile. Und damit meine ich gemeinsam Dinge tun oder auch einfach nur mal zuhören, da sein wenn ich gebraucht werde. Liebe geben und das Gefühl vermitteln, geliebt zu werden.
Danach, also nach meinen eigenen Kindern, mache ich mir zuerst Gedanken um die Kinder hier im Land. Es gibt hier in Deutschland viele schlimme Schicksale wo meine Hilfe tatsächlich angebracht ist und auch dringend gebraucht wird. Mir fällt an dieser Stelle spontan etwas ein, was ich für unsere Region toll finde:
http://www.lichtblicke.de/
Wenn jeder versuchen würde seine eigene Welt und Umwelt ein Stückchen besser zu machen, dann wären wir schon einen Riesenschritt weiter. Ich muss selber zugeben, dass nichts schwerer ist als Fehler bei sich selbst zu suchen und zuzugeben, aber wenn wir nicht mal das schaffen, mit welchem Recht zeigen wir dann auf die Fehler Anderer? Oder aber: Können wir uns wirklich durch Dinge, die weit weg sind, von Dingen befreien, die direkt vor unserer Tür sind?
Man mag mich jetzt für engstirnig halten, aber für mich fängt eine bessere Welt bei mir selber an, nicht erst bei meinem Nachbarn.
Letzte Kommentare