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Gestern Abend habe ich im Radio die Meldung gehört, dass es neue Hoffnung bezüglich eines Impfstoffes für/gegen Aids gäbe. Weiterhin wurde vermeldet, dass an einer Gruppe von 16.000 freiwilligen Thailändern dieser Impfstoff getestet wurde.
Irgendwie hat mir das nicht wirklich Ruhe gelassen weil ich mir nur schwerlich vorstellen kann, wie man freiwillig zu solchen Tests kommt.
Ok, auch ich würde mich riesig freuen wenn es tatsächlich möglich wäre einen Impfstoff zu entwickeln. Aber ich habe ein komisches Gefühl im Bauch bei der Zahl von 16.000 Thailändern. Warum wird ein solcher Test wohl in Thailand durchgeführt? Gut, dort ist das Risiko sicher etwas höher als in unserer “zivilisierten” Welt. Das liegt wohl auch daran, dass das Bildungsniveau eventuell etwas niedriger ist als hier, wahrscheinlich ist Analphabetismus in Thailand mehr verbreitet und auch die Aufklärung mag dort etwas niedriger sein.
Aber warum kommt mir das alles trotzdem so schmutzig vor? Ob diese 16.000 wohl wussten was sie da taten? Ob sie überhaut wussten was genau AIDS ist? Oder hat man sie bewußt gewählt weil sie eben nicht genau wussten was AIDS ist und deshalb auch keine Veränderung in ihrem Verhalten zu erwarten war?
Ich gebe zu, bisher zu wenig Informationen zu haben, um mir ein genaues Urteil erlauben zu können. Aberfür mich hat das alles trotzdem einen ganz faden Beigeschmack. Irgendwie habe ich ein Bild von Kindern vor mir. 16.000 Kinder die immer und immer wieder über eine Autobahn rennen. der einen Hälfte zieht man einen Helm auf, der anderen nicht. Von der Gruppe mit Helm überleben 30% mehr als von der Gruppe ohne Helm. TOLL! Aber hätte man nicht eventuell mehr erreicht wenn man den Kindern die Gefahr erklärt hätte?
Mag ein blödes Beispiel sein, aber, wie gesagt, ich fühle mich unwohl bei dem Gedanken an die 16.000 freiwilligen Versuchsthailänder.

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