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Ausblick aus der Dusche
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Hier sieht man die Aussicht, die ich während dem Duschen in meinem Hotel geniessen durfte. Irgendwie ist es schon ein tolles Gefühl, wenn man unter der Dusche steht und dabei auf Tokyo runterschauen kann. Denselben Blick hat man übrigens auch von der Toilette aus ^^
… und mein Lieblingsbild:

TeezeremonieTsuruga-jo Castle
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Hier waren wir bei einer Teezeremonie im Garten eines beeindruckenden Schlosses
Auch wenn ich nicht der Typ bin, der besonders spirituell oder esoterisch veranlagt ist, dieser Ort hier hatte eine unglaubliche Aura. Es ist schwer zu beschreiben, aber man hat hier ein Gefühl von tiefer Ruhe, Zufriedenheit und Gelassenheit spüren können. Der Geruch nach Kräutern hing in der Luft, ausser ein paar Grillen war nichts zu hören und man war plötzlich ganz weit weg vom Alltag. Irgendwie hatte man das Gefühl in einer anderen Welt gelandet zu sein. Weitab von allem, aber ganz nah bei sich selbst. Klingt komisch? Ich weiss, war aber so
Sobald ich es geschafft habe mich mit den Möglichkeiten eines Online-Albums vertraut zu machen folgen weitere Bilder…
Ich bin mit Sicherheit in keinster Weise Selbstmordgefährdet! Dies nur mal vorab.
Allerdings ist das Thema Harakiri durchaus hochinteressant da es einer gewissen Dramatik nicht entbehrt.
Warum bringt man sich normalerweise in eurpäischen Gefilden um? Weil man keine Lösung für seine Probleme sieht, weil man depressiv ist, aus Verzweiflung oder als Hilfeschrei. Es mag sicher noch mehr Gründe geben, aber keiner davon würde für Harakiri akzeptiert werden.
Harakiri ist die japanische Art des Selbstmords. Allerdings nicht des banalen Selbstmordes sondern ein “ehrenhafter” Abschied aus dem Leben. An diesem Punkt möchte ich noch erwähnen, dass Harakiri offiziell in Japan seit 1868 verboten ist und eigentlich Seppuku heisst.
Seppuku ist die rituelle Art der Selbsttötung von Männern. Vor allem gebräuchlich unter den Samurai.
So, warum finde ich das so interessant? Ganz einfach, es gab zum Beispiel einen Vorfall bei dem ein Anführer der Samurai zum Seppuku verurteilt wurde und seine ganzen Untergebenen (59 an der Zahl) folgten ihm freiwillig auf demselben Weg.
Was mich fasziniert ist einfach die Tatsache wie sehr man an etwas glauben muss, um dafür einen solch rituellen Weg zu gehen. Es ist ja nicht mal so, dass Seppuku eine einfache Art des Suizids wäre. Ich stelle mir das ganze sehr unangenehm und schmerzhaft vor. Ausserdem gab es seinerzeit auch noch Adjudanten (das waren dann wohl die besten Freunde des Selbstmörders), die, sozusagen als Abschluss, dann dem armen Kerl den Kopf abhauen durften. Das war eine Auszeichnung höchster Ehre wenn man dazu auserwählt wurde. Für mich als Europäerin klingt das alles sehr, sehr eigenartig. Und eben auf diese eigenartige Weise auch faszinierend.
Japan hat immer noch eine etwas höhere Selbstmordrate als andere Länder. Angeführt wird die Statistik von Männern über 50 die ihren Job aufgeben mussten. Auch wenn der traditionelle Seppuku heute verboten ist, die Ehre ist auch heute noch wichtig in Japan. Den Job zu verlieren ist wohl immer noch eine “Schande”
Wie mein Chef mir erzählte, ist dieses Ehre/Verantwortungsgefühl heute einer der Gründe für viele sinnfreie Arbeitsplätze. Man stelle sich ein RIESENPARKHAUS vor. In diesem Parkhaus sind vielleicht 100 Autos, verteilt auf ca 10 Etagen. Aaaaaber an jeder Ecke des Fahrwegs steht ein älterer Herr mit weissen Handschuhen um zu verhindern, dass man auf den falschen freien Parkplatz fährt ^^ In westlichen Gefilden gäbe es diese Herren schon lange nicht mehr, in Japan wird man sie wohl noch für einige Zeit sehen. Jedenfalls solange bis die Herren eines natürlichen Todes sterben.
… und zum Abschluß noch eine kleine Info:
“Das bisher letzte offiziell bekannt gewordene, rituelle Seppuku wurde von dem japanischen Schriftsteller Yukio Mishima ausgeführt. Am 25. November 1970 beging er in Tokio im Beisein von Journalisten ein angekündigtes Seppuku und wurde von einem Freund enthauptet.”
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen fröhlichen Tag
Sooo, endlich wieder zurück aus dem Land der aufgehenden Sonne. Endlich? Na ja, gesehen hätte ich gerne mehr und ein Trip ins Land der aufgehenden Sonne ist schon ein echtes Erlebniss. Aber ich hab Hunger ^^ Mit anderen Worten, ich bin einfach nicht wirklich Fan der japanischen Küche. Kein Zweifel, es ist sehr gesund und die Japaner haben mit ihrer Lebenserwartung (w85/m79) allen Grund zur Freude. Es ändert aber für mich nichts am Geschmack des Essens. Für mich schmeckt alles entweder nach Heu oder nach Fisch. Beides mag ich nicht wirklich gerne. Wobei ich letzteres wenigstens noch ab und an zu mir nehme
Ach ja, dann gibt es ja noch das Kobe-Beef. Ihr wisst schon, das ist das Fleisch von den Rindviehchern die mit Bier getränkt und dabei massiert und mit klassischer Musik berieselt werden. Das Ergebniss ist zweifellos ein wunderbar zartes Fleisch, allerdings für mich einfach voller Fett und Fett mag ich nicht am Fleisch ^^
So sieht das aus: Kobebeef
Aber ich muss zugeben, daß italienische Essen ist wirklich Klasse in Tokyo! Nur das japanische ist eben nicht meine Welt
Aber wie dem auch sei, ich hatte diesmal tatsächlich auch etwas Zeit für ein wenig Sight Seeing und die japanische Kultur ist wirklich faszinierend.
Apropos “faszinierend”, ich war nie Star Trek Fan, aber auf dem Rückflug hab ich mir aus Verzweiflung den Teil angeschaut, in dem Spock, Kirk und O’Hura noch jung waren. Ich fand den Klasse und finde die hätten nie älter werden dürfen. Ein übermütiger Kirk, ein verwirrter Spock und vor allem Scottie, das war großes Kino für mich.
… und wenn ich morgen Zeit finde, dann schreib ich mal ein wenig über Harakiri, das ist ebenfalls “faszinierend” ^^

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